Unitymedia: Endlich gutes und schnelles Internet

7562831366_66f986c3ea_oImage Source: flickr

NOTE: This post is exceptionally in german. This has to do with the content because it’s only relevant for people who live in Germany.

Nun sitze ich also hier … mit meiner Unitymedia FritzBox und einer 5,- € teureren Rechnung jeden Monat. Unitymedia hat gewonnen … oder hab ich gewonnen? Vermutlich ist es eine Win-Win Situation, denn mein Internet läuft nun endlich richtig gut!

Unitymedia, Netflix, Verbindungsabbrüche, …

Jeder der mein Blog etwas verfolgt ist bestimmt schon auf mein Unitymedia / Netflix Problem hier gestoßen. Auch wenn ich das Problem durch eine geringere MTU beseitigen konnte, so kam es bei meinen normalen Surfaktivitäten doch noch öfters vor, dass es zu Verbindungsabbrüchen kam, oder die Seite einfach mal eine halbe Ewigkeiten laden musste. Witzig an dieser Geschichte war, dass mir aufgefallen ist, dass ein Download zwar die Downloadgeschwindigkeit immer erst einmal langsam hochgezählt hatte, ich aber immer mit nahezu voller Geschwindigkeit meiner 120er Leitung laden konnte.

Unitymedia DNS Server Krücken

Nach weiteren Tests hatte ich das Problem auch dafür schnell ausgemacht. Die Unitymedia DNS Server sind einfach nur langsam. Vollkommen egal ob man über IPv4 oder IPv6 mit denen kommuniziert, die Dinger sind immer langsam. Homepages die man in kürzeren Abständen aufruft, waren auf Grund der lokalen DNS Caching Funktion der einzelnen Betriebssysteme schnell geladen. Seiten, die sich jedoch nicht im Cache befunden haben, und die passende IP zum DNS erst aufgelöst werden musste, haben hingegen ewig gebraucht. Also habe ich an allen Arbeitsstationen + meinem Homeserver den per DHCP verteilten DNS Server (IP des Technicolor Modems) ausgetauscht und durch einen empfohlenen des Chaos Computer Clubs (IP: 85.214.20.141, von DigitalCourage) ersetzt und voilà, die Seiten bauten sich deutlich schneller auf. Es kam zwar immer noch zu Verbindungsabbrüchen, aber irgendwann schraubt man seine Erwartungen dann doch runter.

Meine Erlösung: Die FritzBox 6490 Cable

Ich muss zugeben, viele Monate konnte ich damit leben. Irgendwann, ich glaube es war innerhalb eines Bestellprozesses der beim Zahlvorgang auf Grund eines erneuten Verbindungsabbruch gescheitert war, war es mir dann doch zu viel. Ich hab mir lange überlegt ob ich mit Unitymedia einen Schriftverkehr beginnen soll, mit der Aufforderung um sofortige Lösung dieser Probleme, oder aber mit einer außerordentlichen Kündigung. Fakt jedoch ist: Unitymedia bietet bei mir mit Abstand den höchsten Downstream bei vergleichsweise erschwinglichen Kosten. Als ich dann in den etlichen Kabelinternet Community Foren lesen konnte, dass so ziemlich jeder mit diesen mitgelieferten Technicolor Routern Probleme hatte war die Sache klar. Ich wollte wieder, wie einst zu Telekom Zeiten, eine FritzBox. In diesem Fall habe ich mich direkt für die bei Unitymedia erhältliche FritzBox 6490 Cable entschieden. Auch wenn diese, auf Grund des Mietmodells, mir niemals gehören wird.

FritzBox ImageDie FritzBox 6490 Cable, Bild: amazon.de

Mieten vs. Kaufen

Warum ich eine FritzBox für 5,-€ im Monat gemietet habe anstelle mir die FritzBox 6490 Cable bspw. über Amazon zu kaufen? Ich habe da wirklich lange überlegt ob das Sinn macht. Und ja, das mieten für mich macht Sinn, denn:

  • Kabel FritzBoxen sind teuer! Und zwar richtig teuer. Der Preis für die 6490 liegt bei Amazon derzeit bei 188,- € (Stand: 09.02.2017). Bei den 5,- € Mehrkosten im Monat müsste ich also fast 4 Jahre mit der gleichen FritzBox arbeiten, damit ich die Kosten wieder drin habe. Alternativen zu Kabel FritzBoxen scheint es zudem derzeit nicht zu geben.
  • Wenn die FritzBox einmal bei mir Probleme machen sollte ist für mich eins klar: Unitymedia erhält das Ding zurück und hat mir das zu ersetzen. Durch das Mietmodell habe ich garantiert, dass dieser Router funktioniert. Sollte nach 2 Jahren ein Defekt auftreten können die nachbessern, oder mir gleich das neue Modell schicken.
  • Das Kabelnetz ist ein Monopol. Wenn ich je wieder weg wechseln sollte habe ich nur die Möglichkeit ins Telekom Netz mit seinen unzähligen Anbietern (1&1, O2, Telekom, …) zu wechseln. Wo ich wohne ist es nicht möglich bspw. zu Kabel Deutschland zu wechseln. Die Leitungen gehören Unitymedia und da darf derzeit auch nichts anderes drüber. Warum sollte ich also eine FritzBox behalten wollen, welche mir nach einer Kündigung ohnehin nichts mehr bringt?
  • Ich hatte zudem auch keine Lust mich mit Unitymedia in einen Schrifverkehr bzgl. der Zugangsdaten zu begeben. Auch wenn der Routerzwang in Deutschland abgeschafft wurde, so liest man immer wieder, was für ein Tortur es ist, seine Routerdaten zugeschickt zu bekommen. Die gemietete FritzBox ist bereits fertig mit meinen Zugangsdaten ausgestattet. Also nur noch einstecken und das Feintuning durchführen.

Ich kann natürlich jeden verstehen, der seine FritzBox doch lieber sein Eigen nennen möchte. Schließlich sind die 5,- € die ich jeden Monat für 3 Telefonnummern (ich brauch kaum eine), die Faxfunktion und die FritzBox bezahle weg. Der Gegenwert ebenfalls, sollte ich mal kündigen. Sollte einem die FritzBox gehören kann man diese immerhin noch als WLAN Access Point einsetzen oder gar verkaufen.

Derzeitiger Stand

Die FritzBox läuft bei mir nun seit gut einer Woche. Unitymedia bucht auch schon fleißig den Mehrpreis ab. Allerdings muss ich sagen, dass es mir diese 5,- € mehr im Monat nun tatsächlich doch wert sind. Ich habe nun endlich ein schnelles Internet, egal in welcher Situation. Streaming lädt schneller und Netflix wirft keine komischen Fehler mehr. Bei meinem wenigen Online Gaming habe ich das Gefühl, dass der Ping besser ist. Zumindest bestätigt mir das auch speedtest.net. Wo zuvor noch 25ms als Ping ausgegeben wurden, sind es nun auf einmal nur noch 15ms. Surfen funktioniert jetzt absolut ohne Verbindungsabbrüche und Downloads starten immer gleich mit der bestmöglichen Geschwindigkeit und fangen nicht an bei 500kb/s hoch zu zählen. Und das jetzt alles ohne Änderungen an der Standard MTU vornehmen zu müssen.
Was ich jedoch auch bei der neuen FritzBox nicht vermeiden konnte, war es externe DNS Server zu verteilen. Benutzt man den integrierten DNS Server der FritzBox benutzt man damit auch die Unitymedia DNS Server. Das Resultat davon ist, wie auch oben schon beschrieben, identisch wie mit dem Technicolor Router: DNS Abfragen dauern einfach ewig lange. Auch an dieser Stelle kann ich nur noch einmal auf die Seite des Chaos Computer Clubs verweisen. Dort wird der DNS Server von DigitalCourage (früher FoeBud) erwähnt, welchen ich selbst auch verwende (IP: 85.214.20.141). Die FritzBox bietet zum Verteilen von externen DNS Server via DHCP sogar eine passende Option. Zu finden ist diese unter
Heimnetz –> Netzwerkeinstellungen –> IP-Adressen –> IPv4-Adressen:

fritzbox_dns
Bild: Ein externe DNS Server kann in der FritzBox hinterlegt werden.

Fazit

Unitymedia hat nun also gewonnen. Ich habe mir eine FritzBox als Router gekauft gemietet, da ich von dem Technicolor Router einfach nur noch genervt war. Oder habe ich gewonnen, weil ich nun endlich das Internet habe, wie ich es mir gewünscht habe? Vermutlich ist das eine Win-Win Situation 🙂

Weiterführende Links:

Bastion and Octodad giveaway

This time I have a little present for all my readers. Yesterday I started a giveaway on Twitter where you can win a Bastion or Octodad: The Dadliest Catch Steam key. Of course I don’t want to withheld this giveaway to my blog reading only people 🙂

How to participate

Participating to this giveaway is rather easy. You can follow me on Twitter and retweet the following Tweet:

OR you leave a comment on this blog post. Of you do both things you can double your chances 🙂

The giveaway is running until Monday, 6th Febuary 0:00 UTC!

About Bastion

Bastion Logo
Image Source: nocookie.net

From Wikipedia:

Bastion is an action role-playing video game developed by independent developer Supergiant Games and published by Warner Bros. Interactive Entertainment. In the game, the player controls “the Kid” as he moves through floating, fantasy-themed environments and fights enemies of various types. It features a dynamic voiceover from a narrator, and is presented as a two-dimensional game with an isometric camera and a hand-painted, colorful art style. Bastion’s story follows the Kid as he collects special shards of rock to power a structure, the Bastion, in the wake of an apocalyptic Calamity.

I played Bastion a lot myself. It’s a very good action adventure with some new elements which are unique. You should definitly give this game a chance. It runs native on Linux of course 🙂

About Octodad: Deadliest Catch

Octodad Logo
Image Source: wikipedia.org

From Wikipedia:

Octodad: Dadliest Catch is an independent adventure video game developed and published by Young Horses. It is a sequel to the 2010 freeware game Octodad. The game consists of controlling the protagonist Octodad in completing chores typical of the mundane suburban father, but complicated by the fact that he is an octopus in disguise.

I didn’t played Octodad that much, but I’ve read a lot of good things about it on the internet. Especially if you play this game with a second player on one device. Also fully supported on Linux 🙂

 

I wish everbody good luck 🙂

LPIC-1: A short overview

Just before 2016 ended I participated in the LPIC Level 1 certification. This post is something like a “overview” of my thoughts and experiences. I want to give you some answers which you might have and some recommendations how to prepare yourself and which tools you can use to learn and get yourself ready for the test.

About LPIC-1

Before I start, I should explain in a few sentences what LPIC-1 actually is.
LPIC-1 stands for Linux Professional Institute Certification Level 1. The Level 1 certification is also known as Linux Server Professional Certification. If you want, you can go on with Level 2 and even a Level 3 certification after you succeded with Level 1. Level 2 has it’s main focus on networking while Level 3 is more security focused. The questions and the definition of the certification itself are defined by the Linux Professional Institute which is a organization in Canada and was funded in 1999.
The Level 1, which I have succeeded in, conatins two exams. 101 and 102. 101 is mainly about System architecture, the installation of Linux as well as package management (RPM and DEB!), Unix commands and partitioning and directory / files structures.
102 on the other hand is about scripting, SQL, Desktops, networking basics, system services and security. All exams are mainly multiple choice. Sometimes you have to fill in a missing word by your own but you can excpect round about 90% of the questions to be multiple choice.

To have a fully and valid LPIC-1certification you need both exams 101 and 102. After this the LPI will send you your official certificate which says that you are a official tested Linux Server Professional now 🙂

Why LPIC-1 anyway?

This is a question which has come to my mind several times. I asked myself continuously do I really need a certificate which says “You are good with Linux!”? I mean I know that I’m not that bad in what I’m doing, so why do I need a organization for that? Let me sum this up with some bullet points here:

  • Employers: Here in Europe the demand for this kind of certificate is huge. Almost every free job has a requirement for this or at least there is some hint like “LPIC certification desired”. So this certificate raises your chances here.
  • Your market value: This sound stupid I know, but this is really something you have to keep in mind. A certificate like this (or any other product specific certificate like CCNA from Cisco and so on) raises your market value. You have better arguments when it comes to salary negotiations and (as the bullet point before states this) a lot of employers are interested more into people who have such a certificate.
  • Give yourself a present: This sounds even more ridiculous than increasing your market value but for me it has felt great after the monitor says “You succeed with LPIC-1”. I feel vindicated when an “official establishment” says to me that you’re good even in them eyes. Well, I know a lot of people don’t need this, but for me it is a good feeling.
  • Learning things you might would have skipped: Oh yes! This is definitly a true thing. I would never ever learned things like at or how to use sed if I haven’t had made this certificate. Sure you can ask yourself “do I really need to learn that old stuff at?”. And yes this question is more than just appropriate, but for me this knowledge is even today worth knowing.
  • Ask your actually employer to take over the costs: For me this was another major reason. My actually employer wants us employees to get trained and certificated over time. We can choose from a wide range of possible certifications and trainings. The costs for this are taken over for 100%. You should also think about to ask your employer to take over the costs or at least a piece of them. You can always argue that this will help the company as well.

Of course this bullet points above are just a quick short overview. Eventually you have other things than are more important to you, or you just want to see your own market value increased, but if you have the time and the money you should definitly consider to get a LPIC-1 certification.

How to pass?

Ok, so I don’t can talk here too much but I can tell you, if you are working with Linux for a decent decade, than grab yourself a good book about LPIC-1, read it from the beginning and I’m pretty sure that you will pass this exams. If you’re are new to Linux or consider yourself a newbie, than you should think about doing a real course with a teacher. There are a lot of coures which are 5 to 10 days long which will let you know everything you need to pass the test. Look around the web.
For the more experienced users the following books are really good rated. Eventually they will help you to pass the test:

  • LPIC-1: Sicher zur erfolgreichen Linux-Zertifizierung
    Well, this is a book in german. If you’re german you should go with that one. It’s from “Rheinwerk Computing” (formerly known as Galileo Books). I’ve used this one by myself. The test questions are great and the simulator, which comes on a CD, prepares you ideal for the exams.
  • LPIC-1: Study Guide
    You will find this book mentioned all over the internet. It seems that this book helped a lot of people to pass the exams. It’s a litte bit pricy but believe me, you don’t want to pay twice to redo the exams 🙂
  • LPI in a Nutshell
    To be honest I’ve never get really in touch with that book. The critics about it are really good and it’s from O’Reilly which is kinda like a legend when it comes down to professional IT books. So I guess this one is also fine. It’s also cheaper than the Study Guide!

The books will contain stuff which is really old. Sometimes the books are talking about Linux Kernel 2.4 and stuff like Floppy disks and PATA devices. But yes, this is still relevant and you will see such questions in the exam, too. So don’t skip these chapters. Learn them 😉

Other tips?

Some other tips you wanna know? Well let me sum them up:

  • Learning: I know I’ve mentioned that before, but I really want to repeat this one again. Don’t only rely on things like “Braindumps”. Braindumps can be good in addition, but I’ve found so many wrong and terrible braindumps which are just useless. Buy yourself a book and read it for 15-30 minutes each day and do the examples, than you will be well-prepared for the exams.
  • Keep calm: I’ve read a lot of horrier stories about the exams on the internet. Even if it’s true that they aren’t as easy as you might think, a lot of questions can be answered by pure logic. Especially if you are a more experienced Linux user you will be in a good position to answer some questions with the help of the logical method of elimination.
  • Take your time: If you don’t feel ready, wait another month on do more learning / training. You can do the exams by a plenty of constitutions a couple of times a week. So this is not running away from you  …
  • Dextrose: Use dextrose in the exam if you can. It taste really good, is natural and will give your brain the kick which it needs 🙂

In addition to this “basic” tips I can recommend you the following homepages for preparing yourself:

  • Penguintutor: The Penguintutor is a homepage which concerns with Linux in general, Raspberry Pi and some other Linux specific topics. It also includes a LPIC quiz which you can find on the right hand of the homepage.
  • LPI Academy: The LPI Academy is a german site which contains LPIC questions in german. So this is similar to the Pengiontutor, but it is only for the german speaking people out there.
  • Gnosis.ch Test Exam 101: This homepages contains a test exam for the LPIC-101 exam. The questions are really looking good so far.
  • Gnosis.ch Test Exam 102: The same as for the 101 test exam but this time for the LPIC-102 exam 🙂
  • LPI Exam 101 Trainer: This app is really good if you have a smartphone and if you want to learn a little bit on the go. I used it heavily for myself and can just recommend it. The only downside is that this App tries to connect to the internet at every start up. If you don’t have a working internet connection while starting, the App will take some time until it gives up and uses the local cache. Also this App only contains questions for the 101 exam!

Conclusion

The LPIC-1 is definitly worth it. Especially in the United States where the exams are much more cheaper than in Europe. If your employer is paying anyway for the exams than you can just go straight for it. It will help you on the market in the future.
If you have the opportunity to do the exams in english than do it! For example the german translations are not really that good.
If you take your time to learn for the exams (eventually with a good book about LPIC-1) than you will succeed the exam and you can hold the exam in your hand while looking as happy as the good old Tux 🙂

Being that said, happy learning and good luck with your exam. And if you have any questions, let me know. I will help you as much as I can 🙂

Tux
Image source: wikipedia.org